… ist über mich hereingefallen, was somit auch der Grund sein könnte, weshalb ich schon so lange nichts mehr in schriftlicher Art und Weise von mir hab hören lassen. Gut, man kann das jetzt auch als Ausrede ansehen, ist es vielleicht auch, aber mein vollgepackter Zeitplan (natürlich Uni- und nicht Freizeitstress versteht sich) hat mir kaum eine freie Minute zur Verfügung gelassen. Na gut, an dem Ausreden basteln üb ich besser mal noch, hier aber erstmal ein Update der letzten eineinhalb Monate – so weit als möglich.
Nachdem ich ja meine erste mündliche Uniprüfung voller Erfolg hinter mich gebracht hab, hab ich mich dann beim lernen für die zweite und letzte Prüfung des ersten Semesters nochmal so richtig abgeplagt. Aber bitte, wer auf Italienisch einen Film mit Parabeln und Ellipsen vergleicht, kann sich von mir auch keine Meisterleistung erwarten. Dementsprechend verlief dann auch die Prüfung, die Frage nach Belieben hab ich ja noch einigermaßen hinbekommen, ab dem Zeitpunkt als der professore dann zu fragen begann, hab ich eigentlich nur mehr in die Luft gestarrt und aber dennoch beeindruckende 23 von 30 Punkten erhalten. Geht doch. Somit standen erstmal ganze eineinhalb Wochen Ferien (wär ja nix, wenn man zu lange dem Unibetrieb fernbleiben würde) auf dem Programm, die ich mit Evelyne und Janine nochmal so richtig für Ausflüge nutzte. Nachdem wir einen Tigerangriff im Zoo von Pistoia überlebt haben und ich in den Genuss von Elefanten und Eseln gekommen bin, stand die letzte große Residenza-Fete mit der ursprünglichen Besetzung am Programm – Stefano unser italienisches Nesthäkchen in der Runde feierte seinen Geburtstag und alle machten – zu Ehren des Faschings – verkleidet mit. Wer mich kennt, weiß, dass ich verkleiden und Fasching nicht leiden kann, aber ich will ja mal nicht so sein. Weiter gings dann nach Bologna, wo ich jedem empfehlen würde NICHT unbedingt mit dem Auto den Versuch zu starten, so weit wie möglich ins Zentrum reinzufahren. Könnte verwirrend enden und ist eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit, was auf Radfahrer und motorini achten angeht. Nichtsdestotrotz haben wir dieses Problem auch gemeistert, einen Parkplatz gefunden und uns nach erfolgereicher Stadtbesichtigung ganz dem Genuss hingegeben, mal wieder einen H&M von innen zu betrachten! Schon allein deshalb mag ich diese Stadt.
Einen Tag später gings dann mit Evelyne zu Benedetta, einer Italienerin, die wir in einem Kurs auf der Uni kennengelernt haben und die uns zu einem Wochenende bei sich zuhause eingeladen hat. Meine bisherige Vorstellung, wie so mancher Italiener lebt, wurde dann komplett zunichte gemacht, als wir ihr Haus betraten, das ziemlich imposant und wohlhabend wirkte – glaub allerdings, dass es nicht nur so wirkte, sondern tatsächlich so war. Jedenfalls waren wir bis dato in dem Glauben, dass sie in Pisa lebt, denn so hat sie es uns bisher auch immer geschildert. Gelandet sind wir dann in Casciano Alto, ein idyllisches Nest eine halbe Stunde von Pisa entfernt, wo jeder jeden kennt. Aber das Wochenende hat sich gelohnt, wir wurden von Benedetta’s Mama lecker bekocht, haben die Gegend erkundet und sind abends mit ihren ganzen Freunden 10 Mann hoch Pizza essen gegangen. Diverse Chaos-Ereignisse dieses Wochenendes werd ich besser mal auslassen. Zurück in Siena musste ich dann auf die schnelle noch Michi begrüßen, ein Mädl von meiner Uni, die jetzt im Sommersemester auch hier in Siena ist. Viel Zeit war dazu leider nicht, denn der nächste Programmpunkt wartete bereits: ROM!
Nachdem Besuch von Doris und Carina angekündigt war und die beiden in Rom landeten, verbanden wir das ganze gleich mit einem Kurztripp in die ewige Stadt und Evelyne begleitete mich auf der dreistündigen Busfahrt, von der wir heute noch erleichtert sind, dass wir sie überstanden haben (zur Erklärung: ein Busfahrer, der auf eine blonde Dame neben uns konzentriert ist, die Hälfte der Fahrt gut gelaunt telefoniert und währenddessen mit seinen Ellbogen lenkt, wirkt etwas gefährlich). Angekommen in Rom bahnten wir uns unsren Weg zu unserer Unterkunft, die zum einen gut gelegen und zum anderen gut bewacht war – rundherum nur Botschaften div. Länder und davor italienische Carabinieri. Nach erfolgter und erfolgreicher Begrüßung der beiden Mädls, die mit etwas Verspätung auch das Hotel gefunden hatten, machten wir uns am ersten Nachmittag auf den Weg um das Kolosseum zu Fuß zu erkunden – ziemlich eindruckend das “Gebäude” (Fotos von Rom sind übrigens schon online zu finden). Fragt mich nicht mehr, was wir dann noch gemacht haben, zu lang ist es her und ich weiß es nicht mehr. Am nächsten Morgen haben wir uns jedenfalls gleich auf dem Weg in den Vatikan gemacht, da wir den Touristenmassen aus dem Weg gehen wollten. Eine Runde am Petersplatz, eine Besichtigung des Doms und der vatikanischen Museen später, machten wir auf Touris und gönnten uns ein Sightseeing-Busticket. Mit dem sind wir dann auch den ganzen restlichen Tag gefahren und haben uns mal die Stadt vom Bus aus angesehen. Abends dann noch den Trevi-Brunnen zu Fuß und bei Nacht erkundigt, lecker Pizza gegessen und müde ins Bett gefallen. Der letzte Rom-Tag wurde dann genutzt um das Forum Romanum, die spanische Treppe und den Piazza del Popolo zu erkunden und am Piazza dei Fiori nochmal eine leckere Pizza zu essen. Am späten Nachmittag holten wir dann unser Gepäck aus dem Hotel ab und machten uns auf den Weg zurück nach Siena. Dort angekommen, quartierte ich Doris und Carina mal in die Jugendherberge ein. Freitags stand dann Stadtbesichtigung und gemütliches Kaffeetrinken am Programm, sowie Janine’s Geburtstagsfeier am Abend. Am Wochenenende ging es für mich dann erneut nach Pisa und Lucca, absolvierten das Pflichtprogramm des Touristenfotos vor dem schiefen Turm und Sonntag stand dann Florenz inkl. der Uffizien am Programm. Nach einer Stunde Schlange stehen am Eingang haben wir uns dann volle 4 Stunden Kunst zumüte geführt. Montag und Dienstag waren wir dann nur noch in Siena bzw. in der näheren Umgebung, da bei mir wieder die Uni angefangen hatte und Mittwoch ging es für die beiden Mädls dann zurück nach Wien. Grazie für den Besuch!
Leider kam dann auch was kommen musste, Evelyne und Janine mussten langsam aber doch ans nach Hause fahren denken und somit blieb ich erstmal als einzige aus der Dreimäderlhaus-Runde übrig. Snief. Falls ihr beiden das hier jemals lest – danke für die tolle Zeit mit euch, es hat Spaß gemacht und ihr fehlt hier!
Macht euch auf einen Besuch von mir gefasst. Seitdem sind jetzt ca. drei Wochen vergangen und ich folge wieder brav meinen Vorlesungen und muss mit erschrecken feststellen, dass ich bald schon wieder Prüfungen hab. Dafür zu lernen gestaltet sich in Italien – oder sagen wir in Siena – nicht so einfach, da Bücher prinzipiell immer “domani” oder “alla fine della settimana” kommen. Um die Zeit auszunützen, die ich leider leider nicht mit Lernen verbringen kann, lass ich mich mittlerweile von unserer Meisterköchin Mara bekochen und verbring schon mehr Zeit bei Mara und Sarah als bei mir zuhause. Oder wir sitzen am Campo in der Sonne und lästern über Touristen. Oder aber wir verplanen unsere Freizeit mit Ausflügen. Die folglich in die Tat umgesetzt werden müssen und so waren wir Freitag in Castiglione della Pescaia am Meer (wo ich übrigens auch mit Janine nochmal einen “Abschiedsausflug” hin gemacht hab, Fotos hiervon ebenfalls online) und haben die Sommersaison eingeläutet – Sonnenschein, Strand und Bikini! So gehört sich das für Mitte März. In Zukunft bin ich also am Strand zu finden, wenn das Wetter mitspielt… nur, falls mich jemand suchen sollte. Achja .. und falls ich da nicht zu finden bin, dann ist wahrscheinlich gerade Ende April und ich bin für sechs Tage auf Sardinien. Nur so viel dazu.
Vorher aber steht erstmal Familienbesuch Ende März an und ich komm somit an sämtliche Internetbestellungen, die ich in den letzten Tagen getätigt hab. Außerdem will ich unbedingt zum Esel-Palio in Torrita di Siena Ende März (vorausgesetzt es regnet nicht, dann bin ich dort am 6. April). Daaann stehen noch zwei Prüfungen und ein Besuch von Binci und Hanna an… und dann erst, dann kommt Sardinien.
So. Und wer bis jetzt tatsächlich mit Lesen durchgehalten hat, dem sei noch kurz meine Busfahr-Abenteuer in den letzten Wochen erzählt: Ich, auf dem Weg nach Hause vom Piazza Gramsci aus, sitz in einem Bus, der gewohnheitsmäßig über den Bahnhof fährt. Kaum aus dem Stadttor raus, müsst der Bus nach rechts abbiegen. Die Busfahrerin bremst plötzlich mitten auf der Straße und meint: “Scusi, aber wo muss ich jetzt weiterfahren? Fahren wir zum Bahnhof? Und ist das hier der richtige Weg?” Tja, liebe Frau Busfahrerin, eigentlich solltest doch DU das wissen. Oder etwa nicht? … Nein, scheinbar nicht, denn 3 Tage später passiert mir das gleich nochmal und als ich abends in die Stadt fahr, fragt erneut ein Busfahrer, ob er jetzt hier abbiegen müsse. Und weil aller guten Dinge drei sind, hab ich heute mit dem Bus eine Ehrenrunde eingelegt, da der Busfahrer eifrig den kürzesten Weg ins Zentrum genommen hat, am nächsten Kreisverkehr aber umgedreht und zurückgefahren ist, weil er draufgekommen ist, dass er ja die 9 fährt und nicht die 10 oder 11 und somit über den Bahnhof fahren muss. Ähm ja … wir war das nochmal!? Die spinnen, die Italiener!?
Und bei uns regen si imma olle über d’Linz AG auf
Von: mörti_junior am März 19, 2008
um 10:37
tjo, die soitat ma bestenfois olle amoi noch siena schicken und a poa runden mitm bus foarn lossn
Von: melaaa am März 20, 2008
um 2:27