Verfasst von: melaaa | Juni 24, 2008

Wohnung gesucht!

Nachdem’s nichts kostet und auch nicht schaden kann, auf diesem Weg übrigens ein kleiner Aufruf – ich suche ab sofort eine Wohnung in Wien! Bestenfalls eine kleine, aber feine 2 Zimmer-Wohnung, nicht unbedingt im 10./11. oder 23. Bezirk, ansonsten bin ich was den Bezirk betrifft nicht so anspruchsvoll, es kommt individuell auf die Lage der Wohnung an. Zu teuer sollt’s natürlich auch nicht sein.

Wenn also jemand bald auszieht oder von einer frei gewordenen Wohnung weiß – ich bin für jeden Tipp dankbar. Grazie mille.

Verfasst von: melaaa | Juni 24, 2008

Von Autopannen, Krankenhäusern und Ausflügen ans Meer.

Und wieder einmal hab ich viel zu viel Zeit verstreichen lassen, bis ich mich nun endlich dazu bequeme, dieses Blog mal wieder auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Was im übrigen auch dringend Not ist, in Anbetracht der Tatsache, dass ich in wenigen Tagen schon wieder österreichischen Boden unter den Füßen hab – leider. Aber wie immer mal der Reihe nach …

Der März – eifrige Leser wissen, dass der letzte vernünftige Eintrag von mir darauf beruht – endete mit einem Besuch von meinen Eltern samt Freunden. Nachdem der schiefe Turm und Florenz ohnehin von allen schon gesehen worden war, stand dieses mal Montepulciano, Montalcino, Siena, etc. am Programm. Abschließendes Highlight von diesem Wochenende war der „Palio dei Somari“ – also der Eselpalio – in Torrita di Siena. Die perfekte Einstimmung für den Palio im Juli also. Nach diesem verlängerten Wochenende mit Besuch aus der Heimat hieß es mal wieder fleißig lernen, weil eine Zwischenprüfung in „Teorie e tecniche della promozione d’immagine“ anstand. Wohlgemerkt hab ich hier meine bisherige Meisterleistung abgelegt und stolze 30/30 Punkten eingeheimst. Die folgenden Tage verbrachten wir (Mara, Sarah, Nina, Sebastian) bei Schönwetter eigentlich die ganze Zeit in Castiglione della Pescaia oder Marina di Grosseto am Meer – muss man ja immerhin ausnutzen, wenn man den Strand quasi vor der Haustür hat …

Mitte April hat sich dann auch schon der nächste Besuch angekündigt, meine beiden Mädls von der Uni – Binci und Hanna – sind mich für 3 Tage besuchen gekommen. Der Weg zum schiefen Turm blieb mir auch dieses Mal erspart. Wir hatten drei gemütliche und sehr lustige Tage in Siena und am Meer und somit war es ziemlich schade, die beiden nach nur 3 Tagen schon wieder verabschieden zu müssen. Aber ist ja nicht so, dass ich viel Zeit zum ‘trauern’ hatte, am nächsten Tag ging es dann mit Sack und Pack zum Flughafen und gemeinsam mit 3 anderen österreichischen Mädls legten wir eine Woche Urlaub auf Sardinien ein. Und Sardinien ist einfach traumhaft. Noch dazu hatten wir Glück mit dem Wetter, jeden Tag Sonnenschein und schon ziemlich sommerliche Temperaturen, bei der Besichtigung von Cagliari kamen wir ziemlich ins schwitzen bei 27°. Die Strände von Sardinien sind toll, die Landschaft auch und unser tolles Apartement ist auch nur empfehlenswert. Auf dem Weg zur Costa Smeralda konnten wir im übrigen Bekanntschaft mit den Bergbewohnern von Sardinien machen – es kommt gut und gerne mal vor, dass man Kühe mitten auf den kurvigen Straßen in 2.000m Höhe vor sich auf der Straße stehen hat. Kleiner Tipp – zuerst nach Kuhmist Ausschau halten und man kann sich sicher sein, dass danach eine Kuh kommt. Die Costa Smeralda hat auch gehalten was sie verspricht, türkisfarbenes Meer, weiße Strände, jede Menge Villen und und und. Bei der Rückgabe des Mietautos hab ich dann noch für die Erheiterung des Tages bei den Angestellten gesorgt, als ich auf englisch nach den Autoschlüsseln gefragt worden bin. Ich denk mir noch so „verdammt, der hat aber einen ordentlichen italienischen Dialekt, was will er??“ und sag so „cosa?“ als einer der beiden auf einmal in einen Lachanfall ausbricht und sich gar nicht mehr einkriegt. Ja, schön, freut mich wenn ich euch zum Lachen bring. Allerdings war das nicht wegen mir, sondern weil der eine gleich annahm, dass ich nur englisch sprech. Haha, da hamma glacht ;)

Die nächsten Tage bzw. Wochen waren mal wieder von Uni (ja, man mag’s nicht meinen, auch da bin ich noch fleißig hingegangen) und Ausflügen ans Meer geprägt. Bis wir dann die Möglichkeit hatten, mal direkt eine Woche Urlaub am Meer zu machen, um uns das tägliche Hin und Herfahren zu ersparen. Zu fünft also, mit Mara, Nina, Sarah und Sebastian (und natürlich mir), in zwei Autos ging es los. Allerdings gerade mal etwa 30 km, bis mein Auto plötzlich beschlossen hatte, dass es Zeit für eine Pause wär. Kein Gas mehr, das Motorwarnsignal leuchtet auf und es gibt kein vorwärtskommen mehr. Was tun!? Ab zur nächsten Tankstelle und mal fragen, ob der sich das ansehen kann. Ich, ausgestattet mit meinem Handbuch, geh zum Tankwart hin, deut auf das Zeichen und mach ihm verständlich, dass es aufleuchtet. „Jaja, da müssen Sie in die Werkstatt fahren“ „Ja, kann ich denn überhaupt noch fahren damit?“ „Naja, das Zeichen leuchtet doch gelb auf, oder?“ „Äh,.. ja!?“ „Na also, nachdems nicht rot ist sondern gelb, können sie ja noch fahren“. Ahja, die Logik der Italiener also. Nun gut … mit 50-60km/h sind wir dann also nach Grosseto getuckelt und haben eine Werkstatt auffindig gemacht, wo ich Glück hatte, grad noch jemanden vorm Zusperren zu erreichen. Jaja, sie würden mein Auto gleich hierbehalten, Montag früh richten sie es gleich her und dann kann ich es mir wieder abholen. In einem Auto ging es dann also nochmal 20km weiter nach Marina di Grosseto. Mit ziemlicher Verspätung endlich am Ziel. Montag vormittag dann, es nähert sich 11 Uhr, denk ich mir, ich ruf mal in der Werkstatt an und werde mit einem Mechaniker verbunden. „Ja, ich wollte mich wegen dem österr. Auto erkundigen“ „Ja, das hab ich grad reinbekommen. Was hat es denn?“ „Wie, was hat es denn, ist Ihnen das nicht gesagt worden?“ „Nein, ich weiß von nichts, und ich seh auch nichts“ „Ja, also man kann kein Gas geben mehr … und dieses Zeichen .. beim Motor leuchtet auf“ „Wie? Ich seh da nichts“ „Ja tut mir leid, ich kann das von hier aus nicht erklären“ „Ist denn da niemand, der Italienisch kann?“ „Nein da ist niemand“ (und selbst dem müsst ichs ja irgendwie erklären können) „Na warten Sie, ich setz mich mal rein und start mal den Motor … nein, also ich kann nichts finden“ „Na toll. Und jetzt?“ „Ja, dann kommen Sie vorbei“. Sebastian hat mich dann also zur Werkstatt gebracht, kaum sitzen wir, kommt der Mechaniker und erklärt mir, er macht jetzt die Rechnung. Ähm, wie die Rechnung? Naja, die würd ich ja bestimmt brauchen, meint er. Naja, das schon, aber ich dachte Sie finden den Fehler nicht, hab doch vor 20 min grad mit Ihnen telefoniert. Nein nein, das Auto ist fertig. Aaaahja – schön und gut, dass sich da ein Mechaniker in ein repariertes Auto setzt und den Fehler nicht findet. Na wie denn auch!? Mit Karte durfte ich dann auch nicht zahlen, da sie das ganze bei Touristen natürlich schwarz machen, also musste ich noch mehrere Bankomaten abklappern, bis ich endlich die stolze Summe von € 350,- in Händen hielt. Na gut, der Tag war für mich gelaufen, aber immerhin hatten wir die restliche Woche jede Menge Spaß. Nur leider nicht immer perfektes Wetter.

Ein paar Tage später war dann der erste Abschied bereits da – Sebastian. Nachdem wir noch einen abendlichen Ausflug nach Florenz gemacht hatten und am Tag darauf nochmal bei ihm essen waren, wars dann am Freitag soweit und wir verabschiedeten ihn mit Panna Cotta und Prosecco. Bepackt mit seinen Siebensachen machten wir Mädls uns mal auf den Weg zum Auto, während er noch die Wohnung kontrollierte. Wenige Minuten später kam Sebastian – ausgestattet mit seinem Rad, einer Schüssel … und Siena – einem Fisch, der mich schon einige Schrecksekunden gekostet hatte, als ich bei Sebastian in die Wohnung kam, was in den Kühlschrank stellen wollte, zur Abwasch schau und da plötzlich einen Fisch im Plastiksack hängen seh. Abgegeben wurde er dann bei einem Mädl mit Garten und Teich und scheinbar lebt er sogar noch immer. Das Bild ist jedenfalls Gold wert, als Sebastian in seinem vollbepackten Auto mit dem Fisch davonfährt:

Kaum war der angehende Mediziner weg, stattete ich am Montag darauf der Notaufnahme im Krankenhaus gleich meinen zweiten Besuch in diesem Jahr ab. Samstag früh bin ich mit starken Schmerzen im Bauchbereich aufgewacht, Schmerzen, die ziemlich oberflächlich waren und keine normalen Bauch- und/oder Magenschmerzen. Sitzen und Stehen war ganz schlecht und so hab ich 2 Tage lang nur im Bett verbracht. Nachdem es Montag noch immer nicht besser war und mir alle zugeredet haben, ich soll ins Krankenhaus fahren, hab ich Nina geschnappt und mich auf den Weg gemacht. Eins sei vorweg gesagt – hätt ich gewusst, wie lange das dauert, wär ich sicher nicht gefahren. Gegen 13 Uhr sind wir hingekommen, um 23.30 Uhr haben wir das Krankenhaus wieder verlassen! Zahlreiche Gespräche mit Ärzten, 2x Blutabnahme (sicher ist sicher), 1x Ultraschall und 2 Infusionen später, wär ich ohnehin keine Minute länger geblieben! Die Infusionen alleine haben glaub ich 3-4 Stunden gebraucht, bis sie endlich drin waren und das obwohl die Ärztin nur ‘austesten’ wollte, ob sie angreifen. Blöderweise hab ich mir auch noch den Tag ausgesucht, als Italien ein EM-Spiel hatte und somit schon mal für 2-2,5h mehr oder minder alles still stand. Geschlagene 10,5h also nach Ankunft im Krankenhaus müssen mir die Ärzte schon angesehen haben, dass meine Geduld am Ende ist, da ich mitleidig gefragt worden bin, wie lang ich denn schon da sei. Dann ging es zum abschließenden Gespräch mit der Ärztin, alle Nadeln wurden wieder von meinen Armen entfernt und ja .. „Wie wir in den bisherigen Untersuchungen bereits gesagt haben, wir haben leider nichts gefunden“ „Mhm .. gut .. ok“ „Ich verschreib ihnen mal Antibiotika“ „Aha. Und wozu ist das dann?“ „Ja, da ist eine leichte Infektion, die behandelt gehört“. Oook. Naja, ob die Antibiotika wirklich dem geholfen haben, was mir Schmerzen verursacht hat, sei dahingestellt. Jedenfalls wurde es nach über einer Woche endlich mal besser.

Grad rechtzeitig zum nächsten Besuchsmarathon. Martina kommt also in die Toskana. Was soviel bedeutet wie um halb 7 aufstehen, damit man um 9 am Flughafen in Pisa ist und die nächsten Tage das volle Touristenprogramm absolviert – Pisa, Siena, Florenz, Meer, EM-Spiele ansehen, wieder zu Unzeiten aufstehen, um wieder an den Flughafen zu kommen und und und. Aber – natürlich war auch dieser Besuch genauso nett und lustig wie die der anderen Mädls.

Und jetzt sitz ich also da – 12 Tage bevor ich meiner momentanen Heimat wieder den Rücken zukehren muss und alle nur mehr an den Abschied denken. Mara und Sarah verabschieden sich bereits in 5 Tagen und somit wollen wir also noch das beste aus den letzten Tagen herausholen (wär da nicht diese dumme Prüfung am Donnerstag noch, für die ich endlich mal lernen sollte). Sobald die beiden Mädls dann weg sind, muss ich selbst mal meine sämtlichen Sachen zusammenpacken, am Sonntag kommen schon Aimee und Karmijn, die beiden holländischen Mädls vom letzten Semester, und Montag dann Janine, damit sie mir/uns nochmal einen Besuch abstatten und wir uns gemeinsam den Palio am 2. Juli ansehen. Und nein – mir gefällt es nicht, dass ich in weniger als 2 Wochen schon wieder in Linz/Wien bin. Tut mir leid, euch das sagen zu müssen :)

Verfasst von: melaaa | Mai 3, 2008

Wenn ihr mich sucht, ich lieg am Strand.

Wie war das das letzte Mal mit italienischer Trägheit!? Ähm ja, sie hat mich noch immer fest im Griff und ich bin – wenn ich das so ungeniert mal von mir geb – einfach zu faul, hier einen ausführlichen Bericht abzuliefern über das letzte Monat. Aber ich werd mir ehrlich Mühe geben, das bald nachzuholen. Versprochen!

Im Schnelldurchlauf der letzte Monat: ich war am Meer, hatte Besuch von meinen Eltern, war am Meer, hatte Besuch von Binci und Hanna, war auf Sardinien und war .. lasst mich überlegen – am Meer. Nebenbei noch 2 Prüfungen hinter mich gebracht. So weit, so gut. Meer .. äh mehr mach ich zur Zeit auch nicht. Naja doch, ein bisschen. Aber davon eben mal ausführlicher… und achja – wenn ihr mich sucht, ich lieg am Strand…

PS – Und zum neidisch werden sind die Sardinien-Fotos auch schon mal online: Sardinien.

Verfasst von: melaaa | März 16, 2008

Italienische Trägheit…

… ist über mich hereingefallen, was somit auch der Grund sein könnte, weshalb ich schon so lange nichts mehr in schriftlicher Art und Weise von mir hab hören lassen. Gut, man kann das jetzt auch als Ausrede ansehen, ist es vielleicht auch, aber mein vollgepackter Zeitplan (natürlich Uni- und nicht Freizeitstress versteht sich) hat mir kaum eine freie Minute zur Verfügung gelassen. Na gut, an dem Ausreden basteln üb ich besser mal noch, hier aber erstmal ein Update der letzten eineinhalb Monate – so weit als möglich.

Nachdem ich ja meine erste mündliche Uniprüfung voller Erfolg hinter mich gebracht hab, hab ich mich dann beim lernen für die zweite und letzte Prüfung des ersten Semesters nochmal so richtig abgeplagt. Aber bitte, wer auf Italienisch einen Film mit Parabeln und Ellipsen vergleicht, kann sich von mir auch keine Meisterleistung erwarten. Dementsprechend verlief dann auch die Prüfung, die Frage nach Belieben hab ich ja noch einigermaßen hinbekommen, ab dem Zeitpunkt als der professore dann zu fragen begann, hab ich eigentlich nur mehr in die Luft gestarrt und aber dennoch beeindruckende 23 von 30 Punkten erhalten. Geht doch. Somit standen erstmal ganze eineinhalb Wochen Ferien (wär ja nix, wenn man zu lange dem Unibetrieb fernbleiben würde) auf dem Programm, die ich mit Evelyne und Janine nochmal so richtig für Ausflüge nutzte. Nachdem wir einen Tigerangriff im Zoo von Pistoia überlebt haben und ich in den Genuss von Elefanten und Eseln gekommen bin, stand die letzte große Residenza-Fete mit der ursprünglichen Besetzung am Programm – Stefano unser italienisches Nesthäkchen in der Runde feierte seinen Geburtstag und alle machten – zu Ehren des Faschings – verkleidet mit. Wer mich kennt, weiß, dass ich verkleiden und Fasching nicht leiden kann, aber ich will ja mal nicht so sein. Weiter gings dann nach Bologna, wo ich jedem empfehlen würde NICHT unbedingt mit dem Auto den Versuch zu starten, so weit wie möglich ins Zentrum reinzufahren. Könnte verwirrend enden und ist eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit, was auf Radfahrer und motorini achten angeht. Nichtsdestotrotz haben wir dieses Problem auch gemeistert, einen Parkplatz gefunden und uns nach erfolgereicher Stadtbesichtigung ganz dem Genuss hingegeben, mal wieder einen H&M von innen zu betrachten! Schon allein deshalb mag ich diese Stadt.

Einen Tag später gings dann mit Evelyne zu Benedetta, einer Italienerin, die wir in einem Kurs auf der Uni kennengelernt haben und die uns zu einem Wochenende bei sich zuhause eingeladen hat. Meine bisherige Vorstellung, wie so mancher Italiener lebt, wurde dann komplett zunichte gemacht, als wir ihr Haus betraten, das ziemlich imposant und wohlhabend wirkte – glaub allerdings, dass es nicht nur so wirkte, sondern tatsächlich so war. Jedenfalls waren wir bis dato in dem Glauben, dass sie in Pisa lebt, denn so hat sie es uns bisher auch immer geschildert. Gelandet sind wir dann in Casciano Alto, ein idyllisches Nest eine halbe Stunde von Pisa entfernt, wo jeder jeden kennt. Aber das Wochenende hat sich gelohnt, wir wurden von Benedetta’s Mama lecker bekocht, haben die Gegend erkundet und sind abends mit ihren ganzen Freunden 10 Mann hoch Pizza essen gegangen. Diverse Chaos-Ereignisse dieses Wochenendes werd ich besser mal auslassen. Zurück in Siena musste ich dann auf die schnelle noch Michi begrüßen, ein Mädl von meiner Uni, die jetzt im Sommersemester auch hier in Siena ist. Viel Zeit war dazu leider nicht, denn der nächste Programmpunkt wartete bereits: ROM!

Nachdem Besuch von Doris und Carina angekündigt war und die beiden in Rom landeten, verbanden wir das ganze gleich mit einem Kurztripp in die ewige Stadt und Evelyne begleitete mich auf der dreistündigen Busfahrt, von der wir heute noch erleichtert sind, dass wir sie überstanden haben (zur Erklärung: ein Busfahrer, der auf eine blonde Dame neben uns konzentriert ist, die Hälfte der Fahrt gut gelaunt telefoniert und währenddessen mit seinen Ellbogen lenkt, wirkt etwas gefährlich). Angekommen in Rom bahnten wir uns unsren Weg zu unserer Unterkunft, die zum einen gut gelegen und zum anderen gut bewacht war – rundherum nur Botschaften div. Länder und davor italienische Carabinieri. Nach erfolgter und erfolgreicher Begrüßung der beiden Mädls, die mit etwas Verspätung auch das Hotel gefunden hatten, machten wir uns am ersten Nachmittag auf den Weg um das Kolosseum zu Fuß zu erkunden – ziemlich eindruckend das „Gebäude“ (Fotos von Rom sind übrigens schon online zu finden). Fragt mich nicht mehr, was wir dann noch gemacht haben, zu lang ist es her und ich weiß es nicht mehr. Am nächsten Morgen haben wir uns jedenfalls gleich auf dem Weg in den Vatikan gemacht, da wir den Touristenmassen aus dem Weg gehen wollten. Eine Runde am Petersplatz, eine Besichtigung des Doms und der vatikanischen Museen später, machten wir auf Touris und gönnten uns ein Sightseeing-Busticket. Mit dem sind wir dann auch den ganzen restlichen Tag gefahren und haben uns mal die Stadt vom Bus aus angesehen. Abends dann noch den Trevi-Brunnen zu Fuß und bei Nacht erkundigt, lecker Pizza gegessen und müde ins Bett gefallen. Der letzte Rom-Tag wurde dann genutzt um das Forum Romanum, die spanische Treppe und den Piazza del Popolo zu erkunden und am Piazza dei Fiori nochmal eine leckere Pizza zu essen. Am späten Nachmittag holten wir dann unser Gepäck aus dem Hotel ab und machten uns auf den Weg zurück nach Siena. Dort angekommen, quartierte ich Doris und Carina mal in die Jugendherberge ein. Freitags stand dann Stadtbesichtigung und gemütliches Kaffeetrinken am Programm, sowie Janine’s Geburtstagsfeier am Abend. Am Wochenenende ging es für mich dann erneut nach Pisa und Lucca, absolvierten das Pflichtprogramm des Touristenfotos vor dem schiefen Turm und Sonntag stand dann Florenz inkl. der Uffizien am Programm. Nach einer Stunde Schlange stehen am Eingang haben wir uns dann volle 4 Stunden Kunst zumüte geführt. Montag und Dienstag waren wir dann nur noch in Siena bzw. in der näheren Umgebung, da bei mir wieder die Uni angefangen hatte und Mittwoch ging es für die beiden Mädls dann zurück nach Wien. Grazie für den Besuch!

Leider kam dann auch was kommen musste, Evelyne und Janine mussten langsam aber doch ans nach Hause fahren denken und somit blieb ich erstmal als einzige aus der Dreimäderlhaus-Runde übrig. Snief. Falls ihr beiden das hier jemals lest – danke für die tolle Zeit mit euch, es hat Spaß gemacht und ihr fehlt hier! ;) Macht euch auf einen Besuch von mir gefasst. Seitdem sind jetzt ca. drei Wochen vergangen und ich folge wieder brav meinen Vorlesungen und muss mit erschrecken feststellen, dass ich bald schon wieder Prüfungen hab. Dafür zu lernen gestaltet sich in Italien – oder sagen wir in Siena – nicht so einfach, da Bücher prinzipiell immer „domani“ oder „alla fine della settimana“ kommen. Um die Zeit auszunützen, die ich leider leider nicht mit Lernen verbringen kann, lass ich mich mittlerweile von unserer Meisterköchin Mara bekochen und verbring schon mehr Zeit bei Mara und Sarah als bei mir zuhause. Oder wir sitzen am Campo in der Sonne und lästern über Touristen. Oder aber wir verplanen unsere Freizeit mit Ausflügen. Die folglich in die Tat umgesetzt werden müssen und so waren wir Freitag in Castiglione della Pescaia am Meer (wo ich übrigens auch mit Janine nochmal einen „Abschiedsausflug“ hin gemacht hab, Fotos hiervon ebenfalls online) und haben die Sommersaison eingeläutet – Sonnenschein, Strand und Bikini! So gehört sich das für Mitte März. In Zukunft bin ich also am Strand zu finden, wenn das Wetter mitspielt… nur, falls mich jemand suchen sollte. Achja .. und falls ich da nicht zu finden bin, dann ist wahrscheinlich gerade Ende April und ich bin für sechs Tage auf Sardinien. Nur so viel dazu.

Vorher aber steht erstmal Familienbesuch Ende März an und ich komm somit an sämtliche Internetbestellungen, die ich in den letzten Tagen getätigt hab. Außerdem will ich unbedingt zum Esel-Palio in Torrita di Siena Ende März (vorausgesetzt es regnet nicht, dann bin ich dort am 6. April). Daaann stehen noch zwei Prüfungen und ein Besuch von Binci und Hanna an… und dann erst, dann kommt Sardinien.

So. Und wer bis jetzt tatsächlich mit Lesen durchgehalten hat, dem sei noch kurz meine Busfahr-Abenteuer in den letzten Wochen erzählt: Ich, auf dem Weg nach Hause vom Piazza Gramsci aus, sitz in einem Bus, der gewohnheitsmäßig über den Bahnhof fährt. Kaum aus dem Stadttor raus, müsst der Bus nach rechts abbiegen. Die Busfahrerin bremst plötzlich mitten auf der Straße und meint: „Scusi, aber wo muss ich jetzt weiterfahren? Fahren wir zum Bahnhof? Und ist das hier der richtige Weg?“ Tja, liebe Frau Busfahrerin, eigentlich solltest doch DU das wissen. Oder etwa nicht? … Nein, scheinbar nicht, denn 3 Tage später passiert mir das gleich nochmal und als ich abends in die Stadt fahr, fragt erneut ein Busfahrer, ob er jetzt hier abbiegen müsse. Und weil aller guten Dinge drei sind, hab ich heute mit dem Bus eine Ehrenrunde eingelegt, da der Busfahrer eifrig den kürzesten Weg ins Zentrum genommen hat, am nächsten Kreisverkehr aber umgedreht und zurückgefahren ist, weil er draufgekommen ist, dass er ja die 9 fährt und nicht die 10 oder 11 und somit über den Bahnhof fahren muss. Ähm ja … wir war das nochmal!? Die spinnen, die Italiener!? :)

Verfasst von: melaaa | Januar 29, 2008

Die Toskana in Bildern.

Passend zur Hälfte meines Aufenthalts in Siena, ist es Zeit ein Resumee zu ziehen. Allerdings nicht in Worten, sondern in Bildern. Aus diesem Grund gibt es im Webalbum gesammelte Eindrücke von Siena und meinen Ausflügen in die Toskana zu sehen. Viel Spaß beim Ansehen!

Und hier geht es zu den Fotos: Siena und Toskana.

Verfasst von: melaaa | Januar 27, 2008

Italiener, die Technik und andere Unsinnigkeiten.

Mittlerweile bin ich seit dem Weihnachtsurlaub zuhause in Österreich schon wieder seit 3 Wochen in Siena und hatte bisher kaum Zeit zu verschnaufen. Somit ist’s jetzt endlich mal Zeit für einen kurzen Rückblick was seit der Ankunft am Aeroporto Galileo Galilei Pisa so passiert ist.

Denn es wäre ja auch nicht Italien, hätte man nicht schon die ersten Probleme zu überwinden, sobald man die ersten 30 Minuten italienischen Boden unter den Füßen hat. So passiert, na wem wohl – mir! Mit Sack und Pack also wieder festen Boden unter den Füßen (und es war wirklich ein Wunder in Anbetracht der 15-reihigen Propellermaschine, mit der AirDolomiti mich durch die Luft geschickt hat), machte ich mich auf zum Auto um meine Sachen zu verstauen bevor ich den Kassenautomaten suchte (was sich im nachhinein als äußerst schlau erweiste). Auto noch heil da, samt aller Spiegel und Reifen, Residenza ich komme. Dachte ich. Der Automat war ja nicht schwer zu finden, ausgerechnet hatte ich für 17 Tage parken € 102,- was ich auch extra zurechtgelegt hatte. Problem an der Sache: meine Wenigkeit steht mit einem hundert-Euro-Schein am Automaten, der alle möglichen Scheine, nur eben diesen nicht nimmt. Gut, also zurück zum Flughafengebäude und eine Wechselstelle finden. Nachdem ich ohne Probleme gewechselt bekommen hab, also wieder retour zum Automat. Brav säuberlich den ersten € 50.- Schein rein … warten … und - hm, wieso nimmt der nur den zweiten Schein nicht? Gut, somit steh ich also da, interessanterweise hat dieser Automat auch keinen Storno-Knopf und nichts tut sich mehr. Plötzlich kommt mein Parkticket wieder aus der Öffnung raus und das Display schreibt: Fuori Servizio (Außer Betrieb, für alle, die sich das jetzt nicht denken können)! Leicht panisch, weil meine 50 Euro da immerhin schon drinstecken, such ich diesen dummen Automat nach allen möglichen Knöpfen ab, aber nichts tut sich. Bis auf einmal eine Rechnung runterfällt und mir der Erhalt meiner 50 Euro bestätigt wird. Also auf die Suche nach einem weiteren Automat begeben. Der war zwar schnell gefunden, aber – richtig! – auch außer Betrieb (warum funktioniert in diesem Land eigentlich die Technik nie so, wie sie soll??). Schließlich und endlich hab ich dann noch ein Häuschen gefunden, in dem sich ein menschliches Lebewesen befand und mir meine restlichen 49 Euro abnahm (Rabatt, wow!). Also wieder zurück zum Auto (kleiner Hinweis auf die schon im Auto verstauten Sachen) und nichts wie weg von hier. Da taucht allerdings das nächste Problem auf – weder Firenze, Siena oder sonst noch irgendeine Schnellstraße ist nach Verlassen des Flughafengebäudes angeschrieben (und zwar nämlich dann, wenn man am Langzeitparkplatz steht, beim anderen Parkhaus wär das kein Problem). Somit noch weitere 10 Minuten in Pisa herumirren (wieso muss der Flughafen auch mitten in der Stadt liegen??), bis endlich die richtige Straße gefunden ist und ich somit mit einiger Verspätung in der Residenza ankomme.

Kaum ist das Automaten-Problem vergessen, macht sich allerdings meine Gesundheit wieder bemerkbar, die schon in den beiden Wochen zuhause nicht gerade auf meiner Seite war. Halsschmerzen wie noch nie zuvor machen mir zu schaffen und irgendwie tut jeden Tag etwas anderes weh und jede Bewegung ist die ärgste Anstrengung. Was tun!? Bestenfalls einen deutschen Arzt finden, mit einem italienischen möcht ich nämlich nur ungern kommunizieren. Wie auftreiben!? Man rufe die Österreichische Botschaft in Rom an (schlau, oder!?). Allerdings waren die mir auch keine Hilfe, da es in Siena keine deutschen Ärzte gibt. Somit ging’s mit Evelyne (Begleitschutz) an der Hand ins Ospedale nach San Miniato. Falls jemals jemand zur Pronto Soccorso in Siena muss, dem sei gesagt, dass er die linke Zufahrt zum Krankenhaus nehmen muss, die lediglich wie eine Rettungseinfahrt aussieht – man spart sich etliche komische Blicke und langes Herumirren im Hauptgebäude. Gut – Notaufnahme schließlich und endlich gefunden, müssen wir zunächst ca. eine halbe Stunde warten, bis ich mein Anliegen vortragen darf, da sich vor uns Vater und Kind (Kind wohlgemerkt schon um die 30 Jahre) angestellt haben, um die Mutter anzumelden, die allerdings gar nicht mit, sondern krank zuhause liegt. Ähm ja – Italiener halt. Die Nächste, bitte. Hatte ich zuvor erwähnt, dass Italiener es mit der Technik nicht so recht haben!? Stimmt. Die „freundliche“ Dame an der Annahme brauchte etwa eine halbe Stunde, um meinen Namen und mein Geburtsdatum in den Computer zu tippen. Auf meine Erklärung, warum ich denn einen Arzt brauchen würde, wurde ich dann nur ungläubig angesehen, im Sinne von „Und was wollen Sie dann hier, wenn Sie kein Fieber haben!?“. Aber schlussendlich konnte ich sie doch von der Notwendigkeit überzeugen und nach ca. einer weiteren Stunde warten, durfte ich dann endlich zum medico. Der war sogar ziemlich freundlich und hat sich extra Zeit zum Erklären genommen, wenn ich was nicht verstand. Folge des Ausflugs – 7 Tage Antibiotika und noch so ein Zeugs. Die Apotheke hat’s bestimmt gefreut, 17 Euro für die beiden Packungen gingen drauf.

Unmittelbar ans krank-sein folgte dann der Lernwahnsinn in der Residenza, mein Zimmer nicht ausgenommen. Etwa 2 Wochen blieben für einen dreihundert Seiten Wälzer auf Italienisch. Keine Ahnung wie, jedenfalls konnte ich es nach endlosen Tagen in meinem Zimmer samt Lernunterlagen doch irgendwie wagen, zur Prüfung anzutreten. Nervös, wie nicht mal bei der mündlichen Matura musste ich mit ca. 30 andren Studenten auf die Prüfung warten. Nur hatte ich meiner frühen Prüfungsanmeldung zu verdanken, dass ich schon als vierte dran kam. Irgendwie hat mich schon der erste Satz nach „Buon giorno“ des professore aus dem Konzept gebracht – „Una domanda a piacere“. Jaaaaa, wenn man schon länger Italienisch sprechen würd, würd man vielleicht sofort wissen, was das bedeuten soll, aber meine Wenigkeit war etwas ratlos. Hm, was tun. Gut, nachdenken. Also eigentlich kann „a piacere“ ja nur nach Wahl heißen. Also auf gut Glück losquatschen. Tja, der Erfolg gab mir recht, mit sicher hundert Fehlern bei den Antworten und mit Themenwechsel bei nicht-wissen trotzdem zu stolzen 28 von 30 Punkten! Juhu. Somit ist die Pflicht für dieses Semester erledigt, aber die Kür folgt noch am 6. Februar mit einer weiteren Prüfung.

Und dann geht’s auf in die verdienten (kurzen) Ferien, mit Besuch aus der Heimat und einem dreitägigen Ausflug nach Rom. Nochmals juhu! In der Zwischenzeit beginnt die Residenza sich zu leeren, letzte Woche ist schon die erste nach Hause, kommende Woche werden nochmals ein paar ausziehen. Nur die Lärmmacher im Haus bleiben leider genau bis zum letzten Tag. Naja … lang ist’s ja nicht mehr. 

Verfasst von: melaaa | Dezember 12, 2007

Wenn Brummi-Fahrer streiken…

… ist gut und gerne mal ein ganzes Land in Ausnahmezustand. So geschehen seit diesen Montag. Nachdem die Gewerkschaften des Güterverkehrs sich einig waren, standen seit Montag Morgen sämtliche LKW im Land still. Angekündigt wurde es ja schon Sonntags, da habe ich es auch das erste Mal gelesen, seit gestern sind die Auswirkungen des Streiks so richtig zu merken – Autokolonnen und genervte Autofahrer vor den wenigen Tankstellen in Siena. Um 10 bin ich auf die Uni gefahren, auf dem Nachhauseweg um eins waren die ersten Tankstellen dann aufgrund des ausverkauften Benzins schon geschlossen. Und bei jenen Tankstellen, wo es noch Benzin gab, bildeten sich meterlange Blechschlangen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich nächste Woche zum Flughafen muss und mein Auto vermutlich keine 50km mehr schaffen würde, war ich kurz am Überlegen ob ich mich dem munteren Schlange stehen anschließen sollte. Hab mich dann aber doch dagegen entschieden, in der Hoffnung, dass der Streik tatsächlich nach 5 Tagen beendet ist. In den Medien war es Abends dann jedenfalls sofort zu lesen und sehen – 80% aller italienischen Tankstellen haben kein Benzin mehr – natürlich vorranging in den Städten. Aber dessen nicht genug, sind uns heute die Auswirkungen des Streiks bewusst geworden. Keine frischen Lebensmittel mehr in den Supermärkten (somit kein Obst, Gemüse, Frischmilch, etc.) und kein Ende dieser mieslichen Lage in Sicht, wenn der Streik nicht bald aufgehoben wird. Somit stand auch unser für Sonntag Abend geplantes Weihnachtsessen auf wackeligen Füßen, immerhin sind Italiener schnell geneigt der Panikmache der Medien Glauben zu schenken und Hamstereinkäufe zu tätigen. Aber, unverhofft kommt oft wie es so schön heißt und gerade während unserer Krisensitzung haben wir aus den Nachrichen erfahren, dass der Streik beendet ist, langsam wieder alles ins Rollen kommt und nach zwei Tagen weiterer Engpässe die Versorgung wieder gesichert sein sollte.

Hier ein ziemlich gelungener Artikel von Stern, der die momentane Lage in Italien ziemlich gut schildert:

Streikfolgen


Brummi-Fahrer legen Italien lahm


Von Luisa Brandl


Tankstellen ohne Benzin, leere Regale in den Supermärkten, den Bauern vergammelt Obst und Gemüse: Die Lkw-Fahrer streiken erst sei drei Tagen, doch schon regiert das Chaos. Dauert der Ausstand an, droht Italien ein sehr unbesinnliches Weihnachtsfest.

Der seit drei Tagen andauernde Lkw-Streik hat in Italien ein Chaos ausgelöst: die Blockade tausender Lastwagen auf den Autobahnen im ganzen Land hat zu Versorgungsengpässen geführt. Die Zapfsäulen an vielen Tankstellen sind leer, die Regale in den Supermärkten abgeräumt. Die Landwirte bleiben auf ihrem Obst und Gemüse sitzen, ganze Industriebetriebe stehen still, weil die Material-Lieferungen nicht ankommen. Auf den Autobahnen kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen streikenden Lastwagenfahrern und solchen, die fahren wollten. Die Polizei nahm Streikführer in Neapel und Sizilien fest.

Transportminister will Fahrer zum fahren zwingen

Der Ausstand, an dem nach Angaben der Gewerkschaften nahezu alle Lastwagenfahrer Italiens teilnehmen, bringt die Regierung unter Druck. Nachdem die Verhandlungen gestern gescheitert waren, hatte Transportminister Alessandro Bianchi um Mitternacht eine Verordnung erlassen, wonach die Lastwagenfahrer ihre Blockade beenden müssen. Andernfalls drohen ihnen Geldbußen und der Entzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate. Doch die Lkw-Fahrer wollen an dem Streik festhalten. Sie fordern unter anderem staatliche Zuschüsse als Ausgleich für die gestiegenen Spritpreise.

Die Stimmung unter den Streikenden hat sich seit Montag dramatisch aufgeheizt. In Ventimiglia an der Grenze zu Frankreich geht gar nichts mehr. Rund 3000 Lkws versperren den Grenzübergang und haben den internationalen Fernverkehr zum Erliegen gebracht. Fahrer, die sich dem Streik nicht anschließen wollten, wurden aus ihren Kabinen gezerrt und am Weiterfahren gehindert. In Neapel nahm die Polizei drei Lkw-Fahrer fest, die fahrbereiten Lastwagen den Weg versperrt hatten. Andernorts wurden Windschutzscheiben eingeschlagen und Reifen aufgeschlitzt, um die Beteiligung am Streik zu erzwingen. Aus demselben Grund stellte die Polizei in Sizilien den Gewerkschaftsführer und einige Mitstreiter unter Hausarrest.

Energiedepots mit Polizeigewalt freigeräumt

Der anhaltende Streik stellt Italien auf die Probe. Die Benzinreserven an den Tankstellen sind zu 80 Prozent verbraucht. Vor den Zapfsäulen, die noch nicht geschlossen haben, bilden sich lange Schlangen. Die Lastwagenfahrer hatten in Rom ein Depot des Energieversorgers ENI blockiert, das mit Polizeigewalt frei geräumt werden musste, damit die Tankwagen sicher ein- und ausfahren konnten. Zwei Tankstellen auf dem römischen Autobahnring wurden mit Polizeieskorte beliefert. In den Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Frische Milch gibt es seit gestern nicht mehr, ab heute werden Fleisch, Obst und Gemüse rar. Regierungschef Prodi verurteilte den Streik gestern im Staatsfernsehen als „Verletzung der Freiheit der Bürger.“

In einem Land, in dem der Güterverkehr zu 80 Prozent auf Rädern abgewickelt wird, bedeutet der Streik ein herber Schlag gegen die Wirtschaft. Die Landwirte werden ihre Erzeugnisse nicht los. Der italienische Bauernverband sprach von 200 Millionen Euro Schaden pro Tag durch vergammeltes Obst und Gemüse. 40 Prozent der Milch sei im Stall geblieben, so ein Sprecher. Aber auch die Industrie des Landes ist gelähmt. In den FIAT-Werken stehen die Montagebänder still, weil die Einzelteile nicht geliefert werden konnten. 22 000 Werksarbeiter mussten gestern zuhause bleiben. Denn das Autowerk hat keine Magazinbestände. Alle Teile werden „just in time“ geliefert und ohne Zwischenlagerung montiert, um Lagerraum zu sparen. Ein FIAT-Sprecher sagte der Presse: „Die Tatsache, dass eine Kategorie die gesamte nationale Produktion lahm legen kann, verschlechtert dramatisch die Wettbewerbschancen in unserem Land.“

Barilla droht mit Produktionsstop

Die Vorweihnachtszeit ist in Italien nun alles andere als besinnlich. Wenn der Streik wie geplant bis Freitag anhält, müssen die Italiener womöglich auch auf das traditionelle Weihnachtsgebäck „Panettone“ und „Pandoro“ verzichten. Beim Markenführer Bauli in Verona blieben die zartvioletten Kartons, die wie Hutschachteln aussehen, leer. Die 600 Fabrikarbeiter gingen nach Hause. Bauli hat bereits angedroht, seine Werbung einzustellen, weil es sinnlos sei, ein Produkt zu bewerben, das nicht hergestellt werden kann. Auch der Nudelhersteller Barilla hat seine Produktion herunterfahren müssen und droht mit einem Stop, wenn der Streik weitergeht.Die Zeitungskioske werden nur unregelmäßig beliefert. Der Blumenhandel, der über die blockierte Grenze in Ventimiglia nach Frankreich und Großbritannien exportiert, fürchtet sogar um die gesamte Ernte. Auch kulturelle Veranstaltungen sind vom Streik betroffen. So musste etwa in Palermo ein Konzert des Sängers Lucio Dalla abgesagt werden, weil das Material zum Bühnenaufbau nicht geliefert wurde.

[Quelle: stern.de | 12.12-2007 | Brummi-Fahrer legen Italien lahm]

Streiklustig sind sie zur Zeit jedenfalls, die lieben Italiener, schon vorletzte Woche konnte ich Freitag nicht auf die Uni, da im ganzen Land Streik von Bus und Bahn war und somit kein Vorankommen möglich war. Tja, so ein Pech aber auch.

Am Wochenende stand schon das erste Weihnachtsessen am Programm, zu viert machten wir uns auf den Weg um Aperitivo zu trinken und dann in ein typisch toskanisches Ristorante zu gehen, welches sehr, sehr lecker war. Um nicht nur Siena von seiner weihnachtlichen Seite zu erleben war ich dann Montag nochmal in Florenz. Im Gegensatz zu Siena hängt dort in so ziemlich jeder Straße eine Weihnachtsbeleuchtung. Aber – man muss sagen, spät aber doch schließt sich nun auch Siena dem Weihnachtsrausch an. Seit Anfang Dezember gibt es einen internationalen Weihnachtsmarkt, das beste an der Sache sind die beiden österr. Stände, die mich jetzt mit Schwarzbrot versorgen bis ich österreichischen Boden unter meinen Füßen habe. Außerdem klappt es in einigen Gassen sogar mit der Weihnachtsbeleuchtung und seit gestern zieren sogar 2 große Christbäume die Straßen. Jetzt wo die Touristen weg sind, trauen sich auch die Italiener auf die Straße und erledigen eifrig ihre Weihnachtseinkäufe. Allerdings kommt bei 10° oder mehr und Sonnenschein nach wie vor keine Weihnachtsstimmung auf.

Übermorgen steht dann nochmal eine Prüfung an, bevor ich mich voll und ganz dem Weihnachtsrummel hingeben kann. Danach werd ich mit den Mädls hier noch gemütlich ein paar Tage in Siena verbringen und ab nächsten Donnerstag geht es ab nach Hause.

Verfasst von: melaaa | November 29, 2007

Una giornata tipica italiana. Oder: Die spinnen, die Italiener!

Italien. Ein Land voller Überraschungen und Eigenheiten. Was mich immer wieder erstaunt sind jedenfalls die unterschiedlichen Möglichkeiten und Ereignisse, die dies zur Schau stellen. Da denkt man sich, recht viel neues kann nicht mehr passieren und doch ist es immer wieder so.

So wie eben heute. Abgesehen davon, dass ich mal wirklich den ganzen Tag unterwegs war (auf der Uni wohlgemerkt), haben sich die Italiener mal wieder so richtig ausgezeichnet. Für eine Vorlesung in diesem Quartal (Storia e critica del cinema) müssen wir neben den Notizen des Professors auch noch 19 Filme ansehen, die prüfungsrelevant sind. Tollerweise zeigt die Uni diese auch. Heute haben wir also den ersten Film ansehen wollen. Beginn: 11 Uhr. Tja… um 11 sitzen wir mal zu dritt im Saal (wohlgemerkt – es gibt hier an der Uni tatsächlich einen richtigen Kinosaal; so richtig richtig). Um halb 12, mittlerweile ca. 7 Leute anwesend, kommt ein Italiener mal auf die Idee sich zu erkundigen, weshalb der Film noch nicht läuft. Um 12 war es dann soweit – eine Stunde also auf den Beginn des Films warten. Normal hier, keine Frage. Erschrocken mussten wir dann feststellen, dass es sich um einen Stummfilm handelt!! Gut… ich geb zu, nach einer Stunde sind wir geflüchtet.

Das gute an der Sache war allerdings, dass sich in der Wartezeit das Reisebüro bei mir gemeldet hat, dass meine Tickets zum abholen bereit liegen. [An dieser Stelle für all jene, die es noch nicht mitbekommen haben - vom 20|12| - 05|01| bin ich mal wieder zuhause anzutreffen.] Also hab ich mich nach der Uni auf den Weg zum Reisebüro gemacht. Schlau wie ich bin, hab ich die Tickets noch kontrolliert, denn wenn nicht hätt ich mich jetzt mächtig geärgert – ab sofort bin ich nämlich unter dem Namen „Manuela Österreich“ anzusprechen! Hach, wie dumm kann man eigentlich sein? Erstens, wenn die gute Frau im Reisebüro schon nicht weiß, dass Österreich das deutsche Wort für Austria ist, dann hätte sie zumindest lesen können, dass da kleingedruckt drüber steht „Country“. Englisch ist hier tatsächlich zu viel erwartet in Italien! Gut, nachdem ich also den Chef heute auf den Fehler aufmerksam gemacht hab, hat er mal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und sich ziemlich über die Mitarbeiterin geärgert. Und er meinte dann noch zu mir, wie er die Buchung gesehen hat, habe er sie extra gefragt, ob ich wirklich „Österreich“ heiße … aber sie sei sich sicher gewesen. Nun gut, also nochmal ein paar Tage extra auf die Tickets warten. Etwas Zeit ist ja noch… aber das nächste Mal sollten sie bitte richtig sein.

Achja … und weil es gerade so richtig zu den italienischen Eigenheiten passt. Lang hab ich drauf gewartet und morgen ist es endlich soweit – Streik der Bus- und Bahnbetriebe. Somit unerwarteterweise morgen einen freien Tag, da ich leider leider nicht auf die Uni komm. Zum Glück wird nur einen Tag gestreikt…

Verfasst von: melaaa | November 22, 2007

Ein Tag wie kein anderer.

22. November 2007. Ich bin gerade mal seit 3 Stunden auf und der Tag ist ziemlich schräg. Teilweise ärgerlich (wobei das noch untertrieben ist) und teilweise aber mit positiven Überraschungen.

Geschlafen hab ich mal wieder so gut wie gar nicht, nachdem sich meine tollen Zimmer-Gegenüber um 4 in der Früh mal wieder eingebildet haben, Party im Zimmer zu feiern, Möbel zu verschieben und laut zu lachen. Fragt mich nicht, wie sie das machen, jedenfalls waren sie ab 9 dann schon wieder auf den Beinen und haben gleich weitergelärmt. Komm mir hier vor wie in einem Irrenhaus. Wenn ich heute so aussehe, wie ich mich fühle, … dann werden die Leute schreiend vor mir davonrennen. Leider kann ich mich mich zur Zeit nur schlecht bei ihnen beschweren, da ich seit Montag von ihnen abhängig bin. Schalten die beiden nämlich ihren Boiler nicht aus, habe ich keinen Strom in meinem Zimmer. So geschehen vorgestern und gestern tagsüber, die Milch konnte ich schon entsorgen, denn blöderweise funktioniert dann auch mein Kühlschrank nicht. Von den anderen - für mich – lebenswichtigen Dingen wie Strom für’s Handy und Laptop sprech ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls – der ‘Idraulico’ war groß für heute Vormittag angekündigt. Ich halte hiermit fest, dass es jetzt 13.39 Uhr ist und noch kein Idraulico hier war! So wie es aussieht werd ich also bald wieder keinen Strom haben! Aber Anna Rita war hier und hat entdeckt, dass in der neuen Küche schon einiges kaputt gegangen ist, als die südländische Gruppe des Hauses letzten Samstag eine Party gefeiert hat. Und war stinksauer! Somit ist die Küche zur Zeit auch verschlossen und nicht zugänglich und ich bin mal wieder einigermaßen in meiner Lebenssituation eingeschränkt. Unglaublich dieses Haus! Jedesmal wieder denkt man sich, es kann nicht mehr schlimmer kommen und dann…

Aber wie gesagt, es gibt auch positive Neuigkeiten zu vermelden. UPS beispielsweise, ein erwähnenswertes Service. Was die italienische Post – zumindest was einige Bewohner betrifft – in 2 Monaten noch nicht geschafft hat, schafft UPS es in 4 Tagen – Paketzustellung. Und somit ist bei mir jetzt mit der ersten Ration Lebkuchen auch die Vorweihnachtszeit feierlich eröffnet! Nebenbei hab ich dann noch in die Online-Datenbank der Erasmus-Agentur gesehen und siehe da – meine Verlängerungsdaten sind da schon eingegeben. Nachdem ich also einen langen Kampf mit dem Erasmus-Büro hier vor Ort wegen der Verlängerung ausgetragen hab und mir mein perfekt deutschsprechender Koordinator am Dienstag zu Hilfe geeilt ist, scheint die Verlängerung jetzt also schon fix durch zu sein und meinem Aufenthalt bis Juli nächsten Jahres steht nichts mehr im Weg (.. hoffentlich).

Mal sehen, wie es heute noch weitergeht in diesem Irrenhaus… und ob ich später wieder stromlos bin.

Verfasst von: melaaa | November 20, 2007

Italienische Eigenheiten.

In den letzten Tagen ist nicht großartig was neues passiert, soviel sei zu Beginn gleich mal erwähnt. Ich hab mittlerweile meine zweite Prüfung geschrieben und stolze 28 von 30 Punkten darauf erhalten. Schade, dass ich diese Leistungen nicht auch zuhause schaff. Aber das liegt vermutlich am Niveau der italienischen Uni.

Seit meinem Ausflug ans Meer Anfang November ist eigentlich nicht wirklich etwas erwähnenswertes passiert. Ich geh nach wie vor zur Uni, wenn auch zur Zeit weniger als ansonsten üblich, da in Siena gerade große Prüfungs- und Vorlesungswechselzeit ist. Bin zur Zeit also mehr faul als Student. Aber dafür konnte ich mich mal wieder um Bürokratie-Kram kümmern und meine Verlängerung beantragen. Mal sehen, wie lang die Bearbeitung dauert. Ab nächster Woche fangen dann wieder neue Vorlesungen an und ich bin ja schon mal gespannt, wie die so werden.

Nachdem es keine nennenswerten Ereignisse gibt, bietet es sich an mal ein paar italienische Eigenheiten zu erwähnen.

  • In Italien trägt man Sonnenbrille. Egal zur welcher Tageszeit, egal bei welchem Wetter und egal ob im Freien oder in der Uni, in Geschäften, in der Mensa, im Bus -die Sonnenbrille muss einfach mit dabei sein.

  • Die Diplomprüfung eines italienischen Studenten ist scheinbar der ganze Stolz der Familie, Verwandschaft, Freunde und Bekannte. Soweit so gut, aber – diese ganze Sippe ist selbst bei der Diplomprüfung anwesend! Scheinbar nehmen sich am Prüfungstag an die 50 Leute frei, um bei dieser wichtigsten universitären Sache dabei zu sein. Nach erfolgreicher Prüfung gibt es dann einen ‘Lorbeerkranz’ welchen man voller Stolz den ganzen Tag am Haupt trägt, bevorzugt mit einer roten Masche und gratuliert wird einem natürlich auch wieder mit jeder Menge Blumen.

  • Italienische Kinos – oder sagen wir mal Kinos in Siena – sind eine Sache für sich. Das so genannte Kino besteht aus einem Saal, die Filmauswahl wechselt im Idealfall alle 4-5 Tage. Und nicht verzweifeln, wenn man vor dem Film die Toilette nicht findet – diese kann sich durchaus hinter einem Vorhang im Kinosaal befinden!

  • Achja, bisher noch nie erwähnt, aber vielleicht für den ein oder andren Besucher hier erwähnenswert – Busse bleiben nicht von selbst stehen. Ist ja auch nicht eindeutig, wenn man an einer Haltestelle steht, dass man auf den Bus wartet. Nein! Bitte immer schön die Hand rausstrecken, wenn man mitgenommen werden will.

  • Italiener haben keinen Stress. Sei es, wenn man eine Buskarte abholen will, die in 20 Tagen fertig sein soll und diese dann nach eineinhalb Monaten bekommt, an der Uni Formulare bestätigt haben will und diese dann nach einer Ewigkeit mal wieder abholen kann, die Erreichbarkeit eines Technikers, wenn man keinen Strom oder kein Wasser hat… die Liste ist ewig fortzusetzen. Und nicht zu vergessen – sie haben auch keinen Stress beim Auto fahren. Anders formuliert: Italiener können nicht Auto fahren.

  • Im Winter arbeitet die Post scheinbar auch langsamer als im Herbst. Zu Beginn waren Pakete noch innerhalb von 10-14 Tagen in der Residenza, mittlerweile kann das gern auch mal 2-3 Wochen dauern oder kommen im Zweifelsfall gar nicht an, wenn ihnen das Absenderland (in diesem Fall die Schweiz) nicht passt.

  • Das Motorino eines Italieners ist sein liebstes Hab und Gut. Auch von der Kälte lassen sie sich nicht beeindrucken, da werden Handschuhe, Haube, die dickste aller Winterjacken und eine ‘Decke’ für die Beine ausgepackt. Aber das Motorino wird jedenfalls über Winter nicht in die Garage gestellt.

  • Italiener essen spät. Mittlerweile wissen wir auch warum. Bevor man zuhause Abend isst, geht man in eine Bar, um einen Aperitivo zu nehmen. Bei besagtem Aperitivo gönnt man sich ebendieses Getränk und schlägt sich nebenbei den Bauch mit allerhand leckerer Häppchen voll (Pasta, Aufstriche, Pizzastücke, Obst, etc.). Das tolle an der Sache – man bezahlt auch nur das Getränk. Kleiner Tipp also, wer sich Geld für’s Abendessen sparen will.

  • Italiener lieben ihr Handy. Es ist immer und überall dabei und abgehoben wird im Notfall sogar während Vorlesungen. Apropos Vorlesungen – italienische Studenten schummeln gerne und viel. Zumindest kann man ihnen nicht vorwerfen, sie hätten nicht genug Zeit mit Prüfungsvorbereitung verbracht – zum Schummelzettel vorbereiten.

  • Fast vergessen und dennoch wichtig zu dieser Jahreszeit – Weihnachtskitsch schon im September/Oktober gibt es hier nicht. Bisher hab ich noch kein einziges Weihnachtslied gehört (nicht mal „Last Christmas“ und das mag was heißen“), keinen dekorierten Christbaum gesehen und die Schaufenster sind alle noch richtig neutral. Lediglich in einem Geschäft hab ich die erste Weihnachtsdeko mittlerweile gesichtet und seit heute hängt in einer Nebengasse etwas, was sich wohl Lichterkette nennen soll. Mal sehen, wie es weitergeht. Während man in Österreich wohl schon genüsslich den ersten Punsch schlürft und Weihnachtseinkäufe erledigt, wird hier noch kein Gedanke an Weihnachten verschwendet. Weihnachtsmarkt sollt es hier zwar auch geben, allerdings erst vom 02.-17. Dezember. Ein kurzes Vergnügen – mal sehen, was es so bringt.

  • Friseure gibt es hier wie Sand am Meer. Zu sagen es sind viele ist glaub ich immer noch untertrieben. Nach allen 20-30 Schritten geht man schon wieder am nächsten Friseur vorbei. Frag mich nur, wie sich die alle über Wasser halten. Aber scheinbar geht das ohne Probleme. Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall.

Nachtrag zum gestrigen Eintrag:

  • Wenn man Dinge nicht hat, kommt man erst drauf, wie toll und brauchbar sie eigentlich sind. So geschehen mit der Heizung vor einigen Wochen, als ich noch mit 5 Schichten im Zimmer saß. Das Problem ist mittlerweile behoben und schon steht das nächste vor der Tür – kein Strom! Musste gestern den ganzen Nachmittag/frühen Abend schon ohne auskommen, gleiches setzt sich heute fort. Nicht mal mehr Licht funktioniert! Schuld an der Sache ist der Boiler im Zimmer gegenüber. Ein ‘Idraulico’ ist angeblich schon informiert, mal sehen wann der Gute Zeit findet, um mir wieder hellere Momente zu verschaffen. Aber – auch das ist eben alles keine Seltenheit. Und erschreckenderweise gewöhn ich mich schon an diese Zustände!

Die Liste lässt sich vermutlich noch um einiges erweitern, allerdings fällt mir mehr dazu gerade nicht ein. In Zukunft sollte ich stets Zettel und Stift mithaben, um meine Beobachtungen über die italienischen (Be-)Sonderheiten immer sofort zu notieren. In diesem Sinne … to be continued.

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